05.05.2014


Christus unsere Gerechtigkeit

Christus unsere Gerechtigkeit – das ist die bedeutendste Botschaft der Heiligen Schrift. Zwar wechselt die Ausdrucksweise, in der sie offenbart und dargelegt wird; trotzdem stößt man, von welcher Seite man auch an die Bibel herangeht, immer wieder auf das beherrschende Thema: Christus unsere Gerechtigkeit.

 

Der Schöpfungsbericht offenbart die wunderbare Weisheit und Macht des Vaters, durch den alle Dinge geschaffen wurden (Joh. 1, 1-4). Dann wird die Sünde des ersten Adam mit all ihren furchtbaren Folgen geschildert, um Christus, den letzten Adam, desto mehr als Erlöser und Erneuerer preisen zu können. (Rö 5,12-21) Der Tod mit all seinen Schrecken wird uns vor Augen gestellt, damit Christus als der Lebensspender (durch seine Gerechtigkeit) um so mehr erhöht und verherrlicht werde (1 Ko 15,22). Dadurch dass die Enttäuschungen, Sorgen und Bitternisse des Lebens aufgezählt werden, soll Christus als der große Tröster und Erretter gesucht werden (Jo 16,33). Unser sündhaftes, verderbtes Wesen stellt die Bibel in grellen Fragen dar, damit wir Christus bitten, uns zu reinigen, und damit er wirklich „der Herr unsere Gerechtigkeit“ sein kann. Das gilt für die ganze Bibel. Jede Entwicklungsstufe der Wahrheit deutet bei näherem Hinsehen in irgendeiner Weise auf Christus als unsere Gerechtigkeit hin.

 

Der geradezu lebenswichtige Begriff der Gerechtigkeit, und zwar im ganz bestimmtem, klar umrissenem Sinn, wird im Worte Gottes sehr ausführlich behandelt. Ihr Ursprung, ihr Wesen, die Frage, ob Sünder sie erlangen können, die Voraussetzungen, unter denen dies geschehen kann – all das wird in jenem authentischen Buch sehr klar beschrieben.

 

Über den Ursprung der Gerechtigkeit lesen wir: „Du, Yahweh, bist gerecht.“ (Da 9,7) „Yahweh ist gerecht in allen seinen Wegen.“ (Ps 145,17) Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes.“ (Ps 36,7) „Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit.“ (Ps 119,142) „Yahweh ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb.“ (Ps 11,7) „… und ist kein Unrecht an ihm.“ (Ps 92,16)

 

Über das Wesen der Gerechtigkeit äußert sich die Schrift sehr deutlich. Sie stellt sie als das Gegenteil der Sünde dar, als eng verbunden mit Heiligkeit oder Frömmigkeit. „Werdet nüchtern, wie es sich gehört, und sündigt nicht.“ (1 Ko 15,34, Menge) „So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste im Irrtum sich verderbt. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott (dem Vater) geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Eph 4,22-24) „Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Eph 5,9) „Jage aber nach – der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut.“ (1 Tim 6,11) „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde.“ (1 Jo 5,17, Albrecht)

 

Die vielleicht erhebendste Feststellung, die sich im Wort Gottes über die Gerechtigkeit findet, bezieht sich auf Christus: „Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, der Gott (Vater), der Gott deiner gesalbt mit dem Öl der Freuden über deine Genossen.“ (Hbr 1,9) Hier steht die Gerechtigkeit in klarem Gegensatz zur Ungerechtigkeit oder Sünde.

 

Das Wort lehrt also, dass Gott (der Vater) der Ursprung der Gerechtigkeit ist und dass sie eine seiner heiligen göttlichen Eigenschaften ist.

 

Die wichtigste Frage bezüglich der Gerechtigkeit Gottes, die für uns am bedeutungsvollsten und am folgenreichsten ist, gilt unserem persönlichen Verhältnis zu eben dieser Gerechtigkeit. Ist sie in irgendeiner Weise Bestandteil der menschlichen Natur? Wen ja, wie kann man sie pflegen und entwickeln? Wenn nein, gibt es einen Weg, sie zu erlangen? Wodurch, unter welchen Bedingungen?

 

Für den, der im Worte Gottes nicht belehrt und unterrichtet wurde, ist das ein großes, dunkles, verwirrendes Problem. Die Menschen „suchten viele Künste“ in ihrem Bemühen, es zu lösen. Aber über jene Frage unseres Verhältnisses zur Gerechtigkeit Gottes sind Unsicherheit und Verwirrung völlig unbegründet, denn das Wort der Wahrheit geht sehr deutlich darauf ein.

 

Die Schrift sagt, die Menschen „sind allzumal Sünder und mangelnd des Ruhmes, den sie bei Gott (dem Vater) haben sollten“ (Rö 3,23). Sie erklärt, wir sind „fleischlich, unter die Sünde verkauft“ (Rö 7,14). „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer.“ (Rö 3,10) In unserem Fleisch „wohnt nichts Gutes“ (Rö 7,18). Schließlich: die Menschen sind „voll alles Ungerechten“ (Rö 1,29). Das ist eine klare Antwort darauf, ob der menschlichen

 

Natur Gerechtigkeit in irgendeinem Maße eigen ist. Sie ist es nicht; im Gegenteil, von Natur ist der Mensch voller Ungerechtigkeit.

 

Aber wir finden im Worte Gottes auch die frohe Botschaft, dass Gott einen Weg vorgesehen (vor Grundlegung der Welt) hat, uns von unserer Ungerechtigkeit zu reinigen und mit seiner (des Vaters) vollkommenen Gerechtigkeit zu bekleiden und zu erfüllen. Wir bemerken, dass er diese Vorsorge schon kurz nach dem Fall Adams traf und ihm offenbarte. Seit dem Beginn des erbitterten, ungleichen Kampfes mit der Sünde erkannten gefallene, ungerechte Männer und Frauen diesen gnädigen Plan und klammerten sich an ihn. Das erfahren wir aus folgenden Schriftzeugnissen:

 

1.In einer seiner Predigten erwähnt Christus den zweiten Sohn Adams und nennt ihn den „gerechten Abel“ (Mt 23,35). Und Paulus erklärt, dass Abel „Zeugnis überkommen hat, dass er gerecht sei“ (Hbr 11,4).

 

2. „Yahweh sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus (das haben sie an einem Sabbat getan); denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit.“ (1 Mo 7,1) Dazu: „Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.“ (1 Mo 6,9, Elberf.)

 

3.„Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“ (Rö 4,3)

 

4.„… und hat erlöst den gerechten Lot, welchem die schändlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzüchtigen Wandel; denn dieweil er gerecht war und unter ihnen wohnte, dass er’s sehen und hören musste, quälten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren ungerechten Werken.“ (2 Pt 2,7.8)

 

5.Von Zacharias und Elisabeth wird kurz vor der Geburt Christ gesagt: „Beide aber waren gerecht vor Gott, indem sie untadelig wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn.“ (Lk 1,6, Elberf.) und auch Joseph, der Mann der Maria(m) war ein gerechter Mann (Mt 1,19 Josef aber, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht öffentlich bloßstellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.) von seiner Frau aber wurde das nirgends geschrieben. 

 

6.Der Apostel Paulus stellt fest: die Heiden, denen er das Evangelium gepredigt hat, „haben die Gerechtigkeit erlangt“ (Rö 9,30; vlg. 6,17-22).

 

Es ist also ersichtlich, dass es seit dem Tage, an dem die Verheißung

 

Adam zuteil wurde, bis zum Ende der apostolischen Zeit immer Männer und Frauen gegeben hat, die die Gerechtigkeit Gottes ergriffen haben und denen bezeugt wurde, dass ihr Leben Gott gefallen hat.

 

Wie wird man gerecht?

 

Wie war das möglich? Unter welchen Bedingungen konnte dieser wunderbare Vorgang stattfinden? Begünstigten vielleicht die Zeitumstände, unter denen diese Männer und Frauen lebten, ihr Gerechtsein? Oder lag es an ihren besonders wertvollen inneren

 

Qualitäten, dass sie diesen hohen Grad der Gottwohlgefälligkeit erreichen konnten?

 

Alles, was wir über jene Zeiten und Menschen wissen, spricht gegen diese Annahme. Sie waren Leute wie wir, und die Unwelt „quälte“ ihre gerechten Seelen von Tag zu Tag (2 Pt 2,7.8). Sie erlangten den unschätzbaren Segen der Gerechtigkeit auf dem einzigen gangbaren Wege, der dem Menschen nach dem Sündenfall Adams offenstand.

 

Dieser Weg, gerecht zu werden, wird im Neuen Testament deutlich beschrieben. Seine beste und umfassendste Erklärung findet sich im Brief Pauli an die Römer. Gleich am Anfang seiner Erörterung erklärt der Apostel: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig (glücklich) macht alle, die daran glauben … Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: ,Der Gerechte wird seines Glaubens leben.’“ (Rö 1,16.17)

 

Das Evangelium offenbart dem Menschen die vollkommene Gerechtigkeit Gottes. Es offenbart ferner, wie sündhafte Menschen sie erlangen können: durch den Glauben.

 

Durch die Werke des Gesetzes wird kein Mensch vor ihm gerechtfertig. Das Gesetz führt erst zur Erkenntnis der Sünde (und diese ist wichtig für die Wiedergeburt). Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, die vom Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Gottes Gerechtigkeit nämlich durch den Glauben an Yahshua, (Yah [weh] rettet) den Christus für alle (und über alle), die glauben.“ (Rö 3,20-22, Perk.)

 

Im ersten Teil erklärt der Apostel hier, welche Rolle das Gesetz bei dem Vorgang der Rechtfertigung spielt: „Das Gesetz führt erst zur Erkenntnis der Sünde.“ Erkenntnis der Sünde, nicht Befreiung von ihr! Das Gesetz macht auf die Sünde aufmerksam; dadurch erklärt es die ganze Welt (alle Religionen, auch Atheisten) als schuldig vor Gott (Rö 3). Aber befreien von der Sünde kann das Gesetz nicht. Wie sehr sich der Sünder bemühen mag, das Gesetz zu erfüllen – er kann dadurch weder seine frühere Schuld gutmachen noch die Gerechtigkeit erlangen, die vor Gott gilt. Wir können nichts tun, um Yahweh dazu zu bewegen, uns gerecht zu sprechen durch das was wir tun. Keine guten Taten, können böse und schlechte aufwiegen. Das ist religiöser Unsinn und nicht biblische Lehre.

 

Diese Gerechtigkeit, so erklärt Paulus, kommt durch den Glauben an Jesus, den Christus (Gesalbten). „21Jetzt aber ist, unabhängig vom Gesetz, jedoch bezeugt von dem Gesetz und den Propheten, die Gottesgerechtigkeit geoffenbart worden,22nämlich die Gottesgerechtigkeit, die durch den Glauben an Jesus Christus für alle da ist und allen zukommt, die da glauben. Denn hier gibt es keinen Unterschied;23alle haben ja gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den Gott verleiht;24so werden sie umsonst durch seine (des Vaters und Gottes Yawheh) Gnade gerechtfertigt vermöge der Erlösung, die in Christus Jesus ist. 25Ihn (den Sohn) hat Gott in seinem Blute als ein durch den Glauben wirksames Sühnemittel hingestellt, damit er (der Sohn) seine (des Vaters) Gerechtigkeit erweise, weil die Sünden, die früher während der Zeiten der Langmut Gottes begangen worden waren bisher ungestraft geblieben waren.“ (Rö 3,22-25, Menge)

 

Wer an das Blut Christi glaubt, dem werden alle früheren Sünden gestrichen; an ihrer Stelle wird ihm die Gerechtigkeit Gottes zugerechnet. Welch ein wunderbarer Vorgang! Welche Offenbarung der Liebe und Güte Gottes! Da ist ein Mensch, in Sünde geboren. Er mag, wie Paulus sagt, „voll alles Ungerechten sein“. Sein Erbteil an Bösem mag übler nicht vorstellbar sein. Seine Umwelt mag so beschaffen sein, dass sogar schlechte Menschen sie sich nicht schlimmer denken können. Aber irgendwie strahlt die Liebe Gottes (der seinen Sohn gehin gesandt hat) vom Kreuz auf Golgatha in das Herz dieses Menschen. Er lässt diese Liebe wirken, tut Buße, bekennt seine Sünden (dem Vater) und nimmt durch den Glauben Yahshua/Jesus als seinen Erlöser an: augenblicks ist er als Kind Gottes anerkannt. Alle seine Sünden sind ihm vergeben, seine Schuld ist ihm gestrichen, er ist für gerecht erklärt und wird als gerechtfertig vom göttlichen Gesetz anerkannt. Dieser erstaunliche Wandel, dieses Wunder kann in einer knappen Stunde vor sich gehen. Das ist Gerechtigkeit durch Glauben.

Abrahams Weg ist der einzige Weg zur Gerechtigkeit

 

An einem konkreten Fall veranschaulicht der Apostel diese klaren und gewichtigen Ausführungen über den Weg, auf dem man gerecht gemacht werden kann: Er zeigt es an den Erfahrungen Abrahams auf.

 

Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, dass er gefunden habe nach dem Fleisch?“ (Rö 4,1)

 

Wir nehmen die Antwort vorweg: Er hat Gerechtigkeit gefunden. Aber auf welche Weise? Paulus schreibt:

 

Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott.“ (Rö 4,2)

 

Durch die Werke gerecht: das ist nur eine Annahme, eine Behauptung – als wäre so etwas möglich. Ist das wirklich der Weg, Gerechtigkeit zu erlangen?

 

Was sagt denn die Schrift? ,Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.’“ (Rö 4,3)

 

Dieser Ausspruch stellt endgültig fest, wie Abraham Gottes Gerechtigkeit erlangte: nicht durch Werke, sondern durch den Glauben.

 

Nachdem Paulus die Frage behandelt hat, wie Abraham die Gerechtigkeit Gottes erlangte, zeigt er im folgenden, dass dies der einzige Weg ist, auf dem man Gerechtigkeit erlangen kann.

 

Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“ (Rö 4,5)

 

Welche Güte! Welch großes Erbarmen! Yahweh, der „gerecht in allen seinen Wegen“ ist, bietet jedem armen, schwachen, hilflosen, hoffnungslosen Sünder, der seinen Verheißungen glaubt, seine eigene vollkommene Gerechtigkeit an. Beachten wir: „Dem aber, der … glaubt …, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“

 

So wichtig und so grundlegend ist es, den richtigen Weg zur Gerechtigkeit zu finden, dass der Apostel in diesem ganzen Kapitel nur immer wiederholt und einschärft, was er mit wenigen Worten schon so deutlich ausgeführt hat. Er stellt u. a. fest:

 

Gleichwie auch David die Glückseligkeit des Menschen ausspricht, welchem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet …“ (Rö 4,6, Elberf.) – Wir müssen ja sagen, dass Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.“ (Rö 4,9) – Abraham „wusste aufs allergewisseste, dass, was Gott verheißt, das kann er auch tun. Darum ist’s ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, dass es

 

ihm zugerechnet ist, sondern auch um unsertwillen, welchen es soll zugerechnet werden, so wir glauben an den (den Vater), der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten, welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.“ (Rö 4,21-25)

 

Diese klaren, unmissverständlichen Worte zeigen jedem Verlorenen

 

ein für allemal den einzigen Weg, der aus Sünde, Schuld und Verdammnis zur Gerechtigkeit und zur Erlösung von Sünde und Tot führt. Damit stimmen alle anderen Angaben der Heiligen Schrift mit dieser bedeutungsvollen Frage überein.

 

Die drei Worte „Gerechtigkeit durch Glauben“ drücken den wunderbarsten Vorgang in dieser materiellen Welt aus, den der menschliche Verstand begreifen kann. Sie bezeichnen die größte Gabe, die Gott aus seinem unendlichen Reichtum den Menschen schenken konnte. Die große Tat, die in diesen drei Worten zum Ausdruck kommt, ist in vergangenen Zeiten von Millionen erforscht, erläutert und freudig begrüßt worden; und noch heute ist sie den Menschen von höchstem Interesse und Gewicht.

 

Wen wir die Worte des Apostels noch einmal überschauen, so finden wir: Das Gesetz Gottes fordert Gerechtigkeit von jedem, für den es zuständig ist. Aber infolge seiner Übertretung ist niemand in der Lage, die Gerechtigkeit vorzuweisen, die das Gesetz verlangt. Was kann der Sünder jetzt tun? Seine Übertretung

 

des gerechten Gesetzes Gottes hat ihn ungerecht gemacht. Er fiel damit unter das Verdammungsurteil dieses Gesetzes (die 10 Gebote und ihre Verschärfung in der Bergpredigt). Er ist verurteilt, also muss er die Strafe seiner Übertretung erleiden. Diese Strafe aber ist der Tod. Der Sünder hat eine Schuld auf

 

sich geladen, die sein Leben fordert. Das Urteil kann er nicht rückgängig machen, der Strafe nicht entrinnen. Was soll er tun? Führt irgendein Weg aus dieser düsteren, hoffnungslosen Lage? Jawohl:

 

Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten (das Alte Testament). Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit von Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.“ (Rö 3,21.22)

 

Das zeigt, wie man den Forderungen des Gesetzes begegnen kann, und betont, dass die einzige Möglichkeit die „durch den

 

Glauben“ ist. Dem natürlichen und vom heiligen Geiste (Geist des Vaters) nicht erleuchteten Verstand erscheint diese Lösung des so schwierigen Problems als ein Geheimnis. Das Gesetz fordert doch Gehorsam; es verlangt gerechte Taten. Wie kann man diese Forderungen mit Glauben statt mit Werken erfüllen? Die Antwort lautet schlicht:

 

„… und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist; welchen Gott dargestellt hat zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes.“ (Rö 3,24.25, Elbf.)

 

Welch herrliche Lösung dieses furchtbaren Problems der Sünde! Nur unser allmächtiger, allweiser und barmherziger Vater konnte

 

und wollte solch eine Lösung finden. Nur von Gott eingegebene Schriften konnten dies offenbaren. Auf welche Weise der Sünder gerecht werden kann, findet man allein in dem unverfälschten Evangelium Christi. Also auch nicht im Koran und in anderen religiösen Schriften.

 

Durch den Glauben kann er [der Sünder, der Gott so schwer Unrecht getan und gekränkt hat] Gott die Verdienste Christi vorweisen. Nun rechnet Yahweh den Gehorsam seines Sohnes dem Sünder zu. Statt des menschlichen Versagens gilt die Gerechtigkeit Christi.“ (Review and Herald, 4. Nov. 1890)

 

Christus kam als unser Erlöser in diese Welt und wurde unser Ersatzmann/Stellvertreter. An unserer Stelle kämpft er gegen Satan und gegen die Sünde (unterstützt durch den Geist seines Vaters in ihm). Er wurde in allen Stücken wie wir versucht, aber er sündigte nie. Er liebte die Gerechtigkeit und hasste die Ungerechtigkeit. Sein Leben vollkommenen Gehorsams entsprach den höchsten Anforderungen des Gesetzes. Und nun das Wunderbare und Erstaunliche: Gott setzt Christi Gerechtigkeit an die Stelle unseres Versagens, unserer Ungerechtigkeit!

 

Dies ist jener göttliche Vorgang: „Gott nimmt ihn [der Sünder] an, vergibt ihm, rechtfertig ihn … und liebt ihn, wie er seinen Sohn liebt.“ (Ebendort) Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn Paulus der ganzen Welt verkündete, dass die Liebe Christi ihn zu seiner unermüdlichen Arbeit dränge, ja dass er es geradezu für ein hohes Vorrecht und Glück ansehe, alles zu verlieren, sofern er nur Christus gewönne und mit seiner Gerechtigkeit bekleidet würde, die dem Sünder durch den Glauben zugerechnet wird.

 

Somit wäre dargelegt, wie der Glaube an die Stelle der Werke tritt und als Gerechtigkeit angerechnet wird. Diese köstliche Wahrheit sollte jedem Christen völlig klar sein; ja, sie muss persönlich erfahren (im Glauben an die Schrift einstudiert) werden. Sie sollte uns dazu bringen, abzulassen von unseren Werken, Anstrengungen und Kämpfen aus eigener Kraft und zum ruhigen, vertrauenden, lebendigen Glauben an die Verdienste, den Gehorsam und die Gerechtigkeit Christi zu finden. Denn dies können wir Gott anstatt unserer Fehlschläge darbieten. Wir sollten die angebotene Vergebung und Rechtfertigung freudig annehmen und werden dann den Frieden und das Glück erfahren, welche infolge dieses wunderbaren Vorganges unsere Herzen erfüllen kann.

 

Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.“ (Rö 5,1)

Viele haben den Weg verfehlt

 

Wie seltsam und traurig, dass es für natürliche, fleischliche Herzen so schwer ist, diesen einfachen und schönen Weg der Gerechtigkeit zu finden und zu verfolgen? Das Verhängnis des Volkes Israel, diesen Weg zu verfehlen, ging Paulus, der ja dem Fleische nach zu ihm gehörte, sehr nahe. Er sagte: „Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgetrachtet, und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht erreicht. Warum das? Darum dass sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen.“ (Rö 9,31.32)

 

Im Gegensatz dazu: „Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit getrachtet, haben die Gerechtigkeit erlangt; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.“ (Rö 9,30)

 

Und nun offenbart der Apostel das eigentliche Geheimnis für das Versagen Israels: „Sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende/Ziel [der, auf den das Gesetz hinweist]; wer an den glaubt, der ist gerecht.“ (Rö 10,3.4)

 

Der Apostel beschießt seine Ausführungen über dieses wichtige Thema mit der Versicherung: „Was sagt sie [die Gerechtigkeit aus dem Glauben]? ,Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.’ Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott (der Vater, an einem Sabbat) von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig.“ (Rö 10,8-10)

 

Gerechtigkeit durch den Glauben“ ist keine Theorie. Manche Menschen mögen ihre Theorie darüber haben und dabei „nicht erkennen die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, und trachten, ihre

 

eigene Gerechtigkeit aufzurichten“. „Gerechtigkeit durch den Glauben“ ist ein realer Vorgang, ein Gegenstand der Erfahrung. Sie ist ein Sich-Unterwerfen unter die Gerechtigkeit Gottes. Sie besteht in einem Wandel des Verhältnisses zu Gott und seinem

 

Gesetz. Sie ist mit einer Neuschöpfung, einer Wiedergeburt verbunden. Ohne diesen Wandel gäbe es für den Sünder keine Hoffnung. Er bliebe unter dem Verdammungsurteil des unabänderlichen, heiligen Gesetzes Gottes, dessen Strafe stets über seinem Haupte schwebte.

 

Wir erkennen nun, wie wichtig es für uns ist, selbst einmal deutlich zu erfahren: Gott hat diesen lebenswichtigen Vorgang, die „Gerechtigkeit durch den Glauben“, durch seine Kraft in unserem Herzen und Leben bewirkt. Nur dann können wir mit Verständnis die Worte des Vaterunsers beten: „Vater unser, der du bist im Himmel, geheiliget werde dein Name (Yahweh).“ Wir sollen also nicht zum Sohn zu Jesus beten.

 

Die Engel des Himmels und die Bewohner der sündlosen Welten heiligen diesen Namen. Wenn du betest: ,Geheiligt werde dein Name’, bittest du darum, dass er in dieser Welt und auch in dir geheiligt werde. Gott hat dich vor Menschen und Engeln als sein Kind anerkannt. Nun bitte ihn auch, dass du seinem ,guten Namen, nach dem ihr genannt sei’, keine Schande (in dem du dich von diesem Glauben abbringen lässt) bereitest. Gott hat dich zu seinem Vertreter in dieser Welt gemacht. In allen deinen Lebensregungen soll dich der Name Gottes offenbaren. Das bedeutet nichts anderes, als dass dir sein Wesen eigen sein soll. Du kannst seinen Namen nicht heiligen, kannst ihm vor der Welt keine Ehre machen, wenn du nicht in deinem Leben und Wesen das Leben und Wesen Gottes offenbarst. Das aber wird dir nur möglich sein, wenn du dir die Gnade und Gerechtigkeit Christi zu eigen machst.“ (Aus: „Gedanken vom Berg der Seligpreisungen“, in: „Leuchtende Spuren“, S. 237)

 

 

Christus unsere Gerechtigkeit – das ist bedeutendste Botschaft der Heiligen Schrift. Zwar wechselt die Ausdrucksweise, in der sie offenbart und dargelegt wird; trotzdem stößt man, von welcher Seite man auch an die Bibel herangeht, immer wieder auf das beherrschende Thema: Christus unsere Gerechtigkeit.

 

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Christus unsere Gerechtigkeit 

Das Erste Kapitel aus dem gleichnamigen Buch von Arthur G. Daniells eingescannt

 

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Themen: Christus unsere Gerechtigkeit; Botschaft von 1888; Verkündigung der 3. Engelsbotschaft; Gefahr des Formalismus usw.  Endlich eine Neuauflage des Klassikers.


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